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    <title>Terisa.blog</title>
    <link>https://terisa.life/terisa-blog</link>
    <description>Terisa.blog: &lt;br&gt; Kuratierte Unterstützung &lt;br&gt; im Pflegealltag</description>
    <language>de</language>
    <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 11:58:53 GMT</pubDate>
    <dc:date>2026-07-21T11:58:53Z</dc:date>
    <dc:language>de</dc:language>
    <item>
      <title>Wenn das Leben langsam verschwindet.</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/wenn-das-leben-langsam-verschwindet</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/wenn-das-leben-langsam-verschwindet" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/Image%20by%20Gerd%20Altmann%20from%20Pixabay_1280.jpg" alt="Image by Gerd Altmann from Pixabay" class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;h2&gt;&lt;br&gt;Und Deins gleich mit.&lt;/h2&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Was du gleich liest, ist keine ausgedachte Geschichte.&lt;br&gt;Es sind Ausschnitte aus Gesprächen, die wir mit pflegenden Angehörigen führen. Stimmen, die uns nicht mehr loslassen. Und die uns antreiben, terisa.life überhaupt zu bauen. Dies ist die Geschichte von Helen* und ihrer Mutter.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&lt;br&gt;Und Deins gleich mit.&lt;/h2&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Was du gleich liest, ist keine ausgedachte Geschichte.&lt;br&gt;Es sind Ausschnitte aus Gesprächen, die wir mit pflegenden Angehörigen führen. Stimmen, die uns nicht mehr loslassen. Und die uns antreiben, terisa.life überhaupt zu bauen. Dies ist die Geschichte von Helen* und ihrer Mutter.&lt;/p&gt;  
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Am Anfang war da nur ein diffuses Gefühl: „Irgendwas stimmt nicht.“&lt;br&gt;Helen kannte Demenz nur aus der Ferne. Eine Tante mit Alzheimer, das war alles.&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Ihre Mutter dagegen war immer stark gewesen. Aktiv. Engagiert. Auch nach dem Tod ihres Mannes: Sie organisierte Ausflüge, Stammtische, Tanzabende. Aktivitäten, die anderen Halt gaben, obwohl sie selbst gerade einen verloren hatte.&lt;/p&gt; 
&lt;p style="font-weight: bold; text-align: left;"&gt;Und dann wurde sie irgendwie anders.&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Erst wurde sie schärfer im Ton. Aggressiver. Verletzender. Man könnte denken: späte Verbitterung, schlechte Laune, eine dieser unschönen Entwicklungen im Alter. Sie dachte das auch. Und zog sich zurück. Bis der Körper nicht mehr mitspielte. Schwindel. Stürze. Treppen. Platzwunden. Krankenhaus. Wieder nach Hause. Wieder Krankenhaus. Und irgendwann diese eine Erkenntnis, die alles kippt: &lt;br&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Sie kann nicht mehr alleine leben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;In dieser Zeit beginnt Helen, jeden Morgen anzurufen. &lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Nur um zu hören, ob ihre Mutter noch ans Telefon geht. &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Aus Pflicht wurde Routine. Aus Routine wurde Nähe.&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;„Nach dieser ag&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;gressiven Zeit vorher ist wieder ein sehr enges Verhältnis entstanden“, erzählt si&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;e.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Sie fahren zusammen in den Urlaub. Eine Woche. Tags und nachts zusammen. Und die bittere Erkenntnis: Da geht etwas verloren. Langsam, aber unumkehrbar.&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Es sind kostbare Tage. Und ein Abschied auf Raten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Parallel läuft ein anderer Film.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Einer, den man von außen kaum sieht,&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt; der aber Angehörige zerreibt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Die Mutter beschuldigt Helen, Dinge gestohlen zu haben. Immer dieselbe Geschichte, detailreich, absurd. Dinge, die so nie passiert sein können. Jeder Versuch der Aufklärung klingt nach Rechtfertigung. Ein Kampf gegen eine Realität, die für die Mutter absolut echt ist. Und für Helen reine Fiktion.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;„Ich bin durch die Hölle gegangen“, sagt sie über diese Phase.&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Hölle? Das sind nicht nur die Vorwürfe.&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Hölle ist auch: Vollmacht organisieren, Pflegestufen beantragen, Widersprüche &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;schreiben, Heimplätze suchen, Gutachter aushalten, nebenbei Vollzeit arbeiten und &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Mutter sein.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;&lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Alles gleichzeitig. Alles zum ersten Mal. Alles ohne Anleitung.&lt;/span&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;&lt;br&gt;Heute lebt Helens Mutter in einer Seniorenresidenz mit beschützender demenzieller Abteilung. &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Ein Glücksgriff, sagt sie. Ein Haus, das mit Weglauftendenz umgehen kann, in dem &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Türen schützen, ohne wie Gefängnistüren auszusehen. &lt;/span&gt;Und trotzdem beschreibt Helen die Situation der Mutter als „unfassbar unwürdig“.&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Eine Frau, die ihr Leben lang anderen Halt gegeben hat, läuft heute den Flur entlang, findet ihr Zimmer nicht, erkennt ihre eigenen Möbel nicht mehr.&amp;nbsp;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="font-weight: bold; text-align: left;"&gt;Lebenswert? Für wen?&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Für ihre Mutter vielleicht in einzelnen Momenten: Wenn Helen kommt, sie an die Hand nimmt, sie zum Essen abholt, mit ihr lacht. &lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Für Helen, weil sie noch Zeit mit ihr hat. &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Und doch sagt sie: „Es belastet wesentlich mehr, als es schön ist&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;.“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Das ist Demenz.&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Nicht nur ein Krankheitsbild.&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Sondern ein System, das ganze Familien mitschluckt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Was Helen heute am meisten beschäftigt, ist nicht mehr nur die eigene Geschichte.&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Es ist die Frage: &lt;span style="font-weight: bold;"&gt;Wie kann man Menschen erreichen, bevor ihre Hölle beginnt?&lt;/span&gt;&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Sie hätte sich gewünscht:&lt;/p&gt; 
&lt;ul style="text-align: left;"&gt; 
 &lt;li&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Jemanden, der sagt: „Achtung, diese Vorwürfe, diese Aggressionen, das können &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;frühe Zeichen von Demenz sein.“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;/li&gt; 
 &lt;li&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Eine Stelle, wo steht: Mach zuerst eine Vollmacht. Hol dir eine Kontovollmacht. Beantrage einen Pflegegrad. Widersprich. Hier sind die Formulare.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;/li&gt; 
 &lt;li&gt; &lt;p&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Eine anonyme Stimme am Telefon, die sagt: „Ich kenne das. Du bist nicht verrückt. Und du bist nicht allein.“&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; &lt;/li&gt; 
&lt;/ul&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;Genau solche Stimmen sammeln wir bei terisa.life. &lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Weil wir glauben, dass niemand alleine herausfinden sollte, wie man durch diese Hölle geht. &lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Und weil wir überzeugt sind, dass ein würdevolles, lebenswertes Leben mit Demenz mehr ist als ein Pflegegrad und ein freies Bett. &lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Es beginnt damit, dass jemand zuhört. &lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Und dass Geschichten wie die von Helen nicht länger im Stillen passieren.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p style="text-align: left;"&gt;*Name geändert.&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fwenn-das-leben-langsam-verschwindet&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Alltag</category>
      <pubDate>Tue, 21 Jul 2026 10:53:09 GMT</pubDate>
      <author>johannes@terisa.life (Johannes F. Woll)</author>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/wenn-das-leben-langsam-verschwindet</guid>
      <dc:date>2026-07-21T10:53:09Z</dc:date>
    </item>
    <item>
      <title>Erst begreifen, dann begleiten.</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/meine-haltung</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/meine-haltung" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/Blogartikel3-2.png" alt="Erst begreifen, dann begleiten." class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Diese Idee sollte es eigentlich nicht geben. Warum wir aus einem gescheiterten Projekt ein Unternehmen gegründet haben, könnt ihr hier lesen, heute geht's mir um die Nebenwirkungen dieser Entscheidung. Mit 10 Jahren Erfahrung im Eventmanagement und bald 15&amp;nbsp;Jahren im Marketing und Sales für Softwareunternehmen bin ich für so ein Thema nicht besonders gut aufgestellt. Besser formuliert: Ich hab' keine Ahnung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span&gt;Diese Idee sollte es eigentlich nicht geben. Warum wir aus einem gescheiterten Projekt ein Unternehmen gegründet haben, könnt ihr hier lesen, heute geht's mir um die Nebenwirkungen dieser Entscheidung. Mit 10 Jahren Erfahrung im Eventmanagement und bald 15&amp;nbsp;Jahren im Marketing und Sales für Softwareunternehmen bin ich für so ein Thema nicht besonders gut aufgestellt. Besser formuliert: Ich hab' keine Ahnung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Ich kann mich hier nicht hinstellen und so tun, als wäre ich ein Experte und L&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;ösungen für Situationen anbieten, die ich nie erlebt habe. Aber warum schreibe ich denn dann darüber hier in aller Öffentlichkeit?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Weil wir mit Terisa einem Leuchtturm bauen wollen. Ein Ort, an dem Fragen authentisch beantwortet werden. Ein Ort, wo es Empfehlungen für echte Probleme&amp;nbsp;gibt, denen man vertrauen kann. Und das geht nur, wenn man sich diesem Thema ohne Schranken und vorgefertigte Meinungen stellt. Vielleicht ist diese Unwissenheit auch meine größte Superpower. Dazu kommt: Ihr müsst uns kennenlernen, die Köpfe, die hinter Terisa stecken, nur so entsteht Vertrauen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Was ich immer klarer sehe: Nicht nur ich falle in dieses Thema, das&amp;nbsp;tun die meisten Betroffenen auch. Sie sind nicht vorbereitet auf die Pflege. Nicht, weil sie es nicht interessiert. Sondern weil es oft einfach passiert. Ein Sturz, den man nicht mehr ignorieren kann. Unsicherheit. Trotzdem müssen Entscheidungen getroffen werden. Und plötzlich ist man knietief drin. Es fehlt Orientierung. Nicht nur an einem Punkt. Sondern entlang der ganzen Reise durch das letzte Kapitel im Leben.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Mich irritiert dabei vor allem, wie fragmentiert vieles ist. Es gibt viele Angebote. Klar. Aber oft nur punktuell. Eine Frage wird beantwortet. Ein Problem wird gelöst. Und danach geht es wieder weiter, ohne dass jemand die nächste Station mitdenkt. Das ist für mich der eigentliche Bruch. Nicht zu wenig Information, sondern zu wenig Zusammenhang. Zu wenig Führung durch den Prozess, den so viele schon gegangen sind. ein Prozess der eigentlich nicht überraschen sollte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Deshalb finde ich es zu Beginn wichtig, vorhandenes Wissen zu ordnen, und daraus verständliche Orientierung zu machen. Nicht, weil ich nichts Eigenes beitragen will. Sondern weil ich glaube, dass es gerade am Anfang ehrlicher ist. Ich will nicht einfach Inhalte produzieren, nur weil sie gut zu einem Produkt passen. Ich will Fragen beantworten, die da draußen wirklich gestellt werden. Das ist ein großer Unterschied.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Und ja, das ist auch für mich selbst ein Lernprozess. Ich merke das zum Beispiel an Social Media. Ich weiß, dass Sichtbarkeit wichtig ist. Ich weiß, dass viele&amp;nbsp;Ideen nicht daran scheitern, dass sie nicht gute sind, sondern daran, dass niemand sie kennt. Aber ich tue mich trotzdem schwer damit, einfach laut rauszugehen und Dinge zu posten. Da ist Widerstand. Da ist Reibung. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich nehme das auch persönlich. Ich bin selbst&amp;nbsp;in einer Lebensphase, in der dieses Thema nicht mehr weit weg ist. Eltern, die älter werden. Fragen, die irgendwann nicht mehr theoretisch sind. Ein letzter Lebensabschnitt, der in unserer produktivitätsgetriebenen Kultur oft zu wenig Platz bekommt. Das macht das Thema für mich nicht abstrakt, sondern nah. Und genau deshalb will ich es auch nicht von oben erzählen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich glaube, das ist auch der Punkt, an dem sich meine Rolle im Team für mich sortiert. Ich bin eher der, der auf Muster schaut. Auf Prozesse. Auf Logik. Auf Werkzeuge. Ich denke gern darüber nach, wie man Dinge besser aufbaut. Und ich habe Lust, zu lernen, was KI dabei kann und was nicht. Aber eben nicht als magischer Zauberstab. Sondern als Werkzeug in einem klar beschriebenen Prozess.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Also zurück an die Schulbank. Ich will verstehen, was Menschen wirklich brauchen. Ich will das mit offenen Augen aufnehmen. Ich will daraus etwas machen, das hilft. Und ich will dabei transparent bleiben. Nicht, weil das besonders schön klingt. Sondern weil es die ehrlichste Form ist, dieses Thema anzugehen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fmeine-haltung&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Unser Weg</category>
      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 17:38:54 GMT</pubDate>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/meine-haltung</guid>
      <dc:date>2026-07-15T17:38:54Z</dc:date>
      <dc:creator>Alexander Hummelt</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wie ein Nein zum Anfang von Terisa wurde.</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/mein-anfang</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/mein-anfang" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/Ein%20Nein.png" alt="Wie ein Nein zum Anfang von Terisa wurde." class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche Geschäftsidee entsteht am Reißbrett, hier war das anders. Der Anfang war eine Anfrage aus dem Netzwerk. Ein alter Weggefährte meines Geschäftspartners brauchte Konzept und Umsetzung für eine E-Commerce Idee für innovative Pflegeprodukte. Eine tolle Chance für uns als junge Digitalagentur. Also haben wir uns reingekniet. Strategisch. Inhaltlich. Technologisch. Es sollte eine Chance bleiben. Das Projekt wurde eingestellt. Das Ende der Geschichte?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Manche Geschäftsidee entsteht am Reißbrett, hier war das anders. Der Anfang war eine Anfrage aus dem Netzwerk. Ein alter Weggefährte meines Geschäftspartners brauchte Konzept und Umsetzung für eine E-Commerce Idee für innovative Pflegeprodukte. Eine tolle Chance für uns als junge Digitalagentur. Also haben wir uns reingekniet. Strategisch. Inhaltlich. Technologisch. Es sollte eine Chance bleiben. Das Projekt wurde eingestellt. Das Ende der Geschichte?&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;  
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wenn du dich für ein großes Projekt bewirbst und am Ende nicht deswegen verlierst, weil andere besser waren, sondern weil das Projekt gar nicht startet, willst du das am liebsten schnell vergessen. Hier war das irgendwie anders. In Gesprächen stolperten Johannes&amp;nbsp;(mein Agenturpartner) und ich immer wieder darüber "was man da hätte draus machen könnten".&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Was war so faszinierend? Zum einen sicher die grüne Wiese, auf der wir planen sollten. Keine Vorgaben, eine seltene Gelegenheit im Agentur-Business, denn zu oft liegen viele Puzzleteile schon und Kunden haben ganz konkrete Vorstellungen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Aber dazu kam noch etwas anderes. Das Gefühl, dass da am Markt was fehlt. Zu wenig Orientierung. Zu wenig Ganzheitlichkeit. Zu viel Stückwerk. Dabei ist Pflege ja kein einzelner Anlass, sondern eine Reise. Auf der ist vieles vorhersehbar und trotzdem fahren viele auf Sicht. Sie beginnt oft erst dann, wenn man es nicht mehr ignorieren kann. Vorher wird vieles weggedrückt. Nicht aus Gleichgültigkeit. Sondern weil der Alltag voll ist. Weil das Thema schwer ist. Weil man die eigenen Eltern plötzlich anders sieht. Aus Menschen, die einen durchs Leben gebracht haben, werden Menschen, die selbst Hilfe brauchen. Ein harter Rollenwechsel.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dabei komme ich nicht aus dem Pflegebereich. Ich kann Marketing, Sales, Technologie und Prozesse. Ich kann hier nicht so tun, als ob ich ein Experte wäre. Ich muss erstmal verstehen, wie Pflege funktioniert. Das hab ich als Kind schon geliebt: Verstehen, wie Dinge funktionieren (Sorry Mom, ich war mir wirklich sicher, dass ich das Radio wieder zusammenbekomme). Aber hier glaube ich, dass wir etwas besseres bauen können. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dazu kommt noch, dass mich die technologische Seite total interessiert hat. Weil sich hier gerade so vieles ändert und das Timing stimmt. Viele etablierten Player sind entstanden in einer Zeit, in der KI noch keine Rolle gespielt hat. Für uns stellt sich an jeder Weggabelung die Frage: Was geht heute schon? Was wird bald möglich sein? Diese Fragen sind für mich keine Liebhaberei mehr, weil wir nicht mehr über ein Projekt nachdachten, sondern über eine weitere Gründung neben dem Hauptjob Agentur.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dass ich das zusammen mit Johannes weiterentwickle, ist mehr als eine Business-Entscheidung. Natürlich steckt da auch unternehmerische Logik drin. Aber eben auch der Gedanke, dass man mit einer Idee etwas Sinnvolles machen kann. Nicht nur irgendeinen Kram verkaufen. Sondern ein Thema besser machen, das viele Menschen betrifft. Genau deshalb ist Terisa für mich hängen geblieben. Und genau deshalb ist es bis heute nicht weggegangen.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fmein-anfang&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Unser Weg</category>
      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 17:38:20 GMT</pubDate>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/mein-anfang</guid>
      <dc:date>2026-07-15T17:38:20Z</dc:date>
      <dc:creator>Alexander Hummelt</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Was aus Terisa einmal werden soll.</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/mein-ausblick</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/mein-ausblick" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/ausblick.png" alt="Ausblick" class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br&gt;Ich habe beschrieben, wie Terisa für mich begonnen hat und wie ich arbeiten möchte. Heute schaue ich ein bisschen in die Zukunft: Was soll Terisa werden? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Der Kern von Terisa ist Haltung. Der positive Blick auf das letzte Kapitel des Lebens, mit all seinen Herausforderungen und schönen Momenten. Aus dieser Haltung wollen wir Inhalte entwickeln die vor, während und nach diesem Lebensabschnitt Orientierung bieten. Was wird passieren? Was macht das mit mir? Wie kann ich darauf reagieren und das Beste für mich rausholen. Dabei müssen Inhalte eng verknüpft sein mit Lösungen, mit Produkten, die wir selbstbewusst empfehlen. Der Fokus soll ein Stück weg vom einzelnen Moment hin auf die gesamte Pflegereise. So&amp;nbsp;wird Terisa ein Stück Weggefährte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&lt;span&gt;&lt;br&gt;Ich habe beschrieben, wie Terisa für mich begonnen hat und wie ich arbeiten möchte. Heute schaue ich ein bisschen in die Zukunft: Was soll Terisa werden? &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Der Kern von Terisa ist Haltung. Der positive Blick auf das letzte Kapitel des Lebens, mit all seinen Herausforderungen und schönen Momenten. Aus dieser Haltung wollen wir Inhalte entwickeln die vor, während und nach diesem Lebensabschnitt Orientierung bieten. Was wird passieren? Was macht das mit mir? Wie kann ich darauf reagieren und das Beste für mich rausholen. Dabei müssen Inhalte eng verknüpft sein mit Lösungen, mit Produkten, die wir selbstbewusst empfehlen. Der Fokus soll ein Stück weg vom einzelnen Moment hin auf die gesamte Pflegereise. So&amp;nbsp;wird Terisa ein Stück Weggefährte.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich möchte Menschen erreichen, bevor aus Pflege eine Herausforderung wird. Pflegende Angehörige erreichen, und ihren dabei helfen weniger zu reagieren und mehr zu gestalten. Ich möchte einen kleinen Beitrag dazu leisten, dass wir positiver auf das Thema altern schauen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Dabei werde ich viele großartige Gespräche führen und lernen. Es werden nicht nur leichte, sondern auch ernste Themen sein. Aus diesen Gesprächen werden sich zahllose Fragen ableiten, die wir unvoreingenommen beantworten wollen. Wenn Produkte Lösungen sind, schauen wir uns diese mit kritischem Blick an, weil wir wissen, dass wir mit Empfehlungen aktiv in das Leben Anderer eingreifen. Daraus leitet sich eine Verantwortung, die ich ernst nehmen will. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Wenn ich ein paar Jahre nach vorne schaue, wird Terisa dir viele Einstiegspunkte bieten, wird dich an die Hand nehmen und dich durch das Thema führen. Dabei werden wir uns auch auf das Angebot von anderen stützen, denn Pflege ist für Terisa allein viel zu groß. Wir werden also ein Netzwerk aufbauen, das an den Stellen übernimmt, an denen unsere Verantwortung endet. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Terisa soll auch unterhalten: Ich stelle mir Inhalte vor, die dich schmunzeln lassen, Angebote die Ablenkung bieten, wenn es gerade nicht so einfach läuft. Vor allem soll Terisa nicht nur ein Wegweiser sein, sondern eine Hilfestellung für alle Weggabelungen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Ich sehe Terisa auch als junges, wachsendes Unternehmen. Ich starte diese Reise mit meinem Geschäftspartner und Freund Johannes Woll. Bootstrapped sagt man neu-deutsch. Mit eigener Kraft, aus dem laufenden Geschäft unserer Digitalagentur fastfwrd werden wir Terisa das Laufen beibringen. Das geht heute besser als je zuvor, mit all den tollen KI-Werkzeugen, mit denen ich spielen darf. Dabei bringen wir aber genug altmodische Perspektive mit, um zu wissen, dass es an vielen Stellen eine menschliche Hand braucht. Sonst wird es sich nicht echt anfühlen. &lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Meine Rolle ist dabei eher die eines Architekten. Ich denke in Prozessen, in Kausalitäten, in Systemen. Ich habe Spaß daran, Dinge neu zu bauen und laufend zu optimieren. Auch das wird nötig sein, nicht immer wird alles im ersten Wurf passen. Johannes bringt dabei seine ganz eigenen Perspektiven rein. Das ist wichtig. Wir müssen auf viele Dinge gemeinsam schauen, gerade am Anfang. Aber ich würde meinen Part so beschreiben: Ich will die technische und prozessuale Seite sauber aufziehen. Ich will verstehen, wie aus dem, was wir sehen und lernen, etwas entsteht, das später Bestand hat. Nicht perfekt. Aber echt&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;span&gt;Am Ende ist das für mich die eigentliche Frage: Wie wird aus Lernen etwas, das trägt? Wie wird aus Kuration ein Angebot? Wie wird aus Content ein Zugang? Und wie wird aus einem Thema, das uns nicht loslässt, etwas, das anderen wirklich hilft? Genau darauf arbeite ich gerade hin. Schritt für Schritt.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fmein-ausblick&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Unser Weg</category>
      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 17:26:53 GMT</pubDate>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/mein-ausblick</guid>
      <dc:date>2026-07-15T17:26:53Z</dc:date>
      <dc:creator>Alexander Hummelt</dc:creator>
    </item>
    <item>
      <title>Wenn plötzlich kein Stein mehr auf dem anderen steht.</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/wenn-pl%C3%B6tzlich-kein-stein-mehr-auf-dem-anderen-steht.-eine-sehr-pers%C3%B6nliche-geschichte</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/wenn-plötzlich-kein-stein-mehr-auf-dem-anderen-steht.-eine-sehr-persönliche-geschichte" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/Leiser%20Abschied.jpg" alt="Wenn plötzlich kein Stein mehr auf dem anderen steht." class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;h2&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="color: #775395; background-color: #ffffff;"&gt;Eine sehr persönliche Geschichte.&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt; 
&lt;blockquote&gt; 
 &lt;p&gt;Papa, geht es dir gut? &lt;br&gt;Du gefällst mir nicht. Lass uns sofort zum Arzt fahren.&lt;/p&gt; 
&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Ich weiß noch genau, warum ich das sagte. Diese gelben Augen. Ich hatte sie das letzte Mal bei meiner Mutter gesehen, drei Wochen bevor sie starb. Nun, im Februar 2012, sah ich sie wieder bei meinem Vater. Und in diesem Moment war mir klar: &lt;br&gt;Bald steht kein Stein mehr auf dem anderen.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;h2&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="color: #775395; background-color: #ffffff;"&gt;Eine sehr persönliche Geschichte.&lt;/span&gt;&amp;nbsp;&lt;/h2&gt; 
&lt;blockquote&gt; 
 &lt;p&gt;Papa, geht es dir gut? &lt;br&gt;Du gefällst mir nicht. Lass uns sofort zum Arzt fahren.&lt;/p&gt; 
&lt;/blockquote&gt; 
&lt;p&gt;Ich weiß noch genau, warum ich das sagte. Diese gelben Augen. Ich hatte sie das letzte Mal bei meiner Mutter gesehen, drei Wochen bevor sie starb. Nun, im Februar 2012, sah ich sie wieder bei meinem Vater. Und in diesem Moment war mir klar: &lt;br&gt;Bald steht kein Stein mehr auf dem anderen.&lt;/p&gt;  
&lt;p&gt;Wir hatten schon vieles gemeinsam durchgestanden. Die künstliche Hüfte. Eine schwierige Augen-OP. Mehrere Stent-Operationen. Mein Vater war tapfer gewesen, zuverlässig, ruhig. Er hatte sich immer auf mich verlassen. Vielleicht auch deshalb, weil ich durch meine Zeit im Krankenhaus einige Erfahrung mitbrachte. &lt;br&gt;Aber diesmal war es anders. Diesmal lautete die Diagnose Bauchspeicheldrüsenkrebs. Ein Begriff, den man hört und dabei sofort spürt wie der Boden unter den Füßen wegbricht.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Die Ärzte sprachen von einer äußerst aggressiven Erkrankung, von einer sehr begrenzten Zeit. Acht Monate, wenn sofort operiert würde. Diagnose, OP-Vorbereitung, Operation: Alles musste schnell gehen. Und während dort noch Termine, Befunde und Entscheidungen liefen, begann bei uns zu Hause längst das Improvisieren. Eine Schlafgelegenheit im Wohnzimmer. Unser kleines Gäste-WC mit Dusche war eine kleine Lösung. Papa hatte kaum noch Kraft. Ich stellte mich mit ihm in die Dusche, wir machten das gemeinsam.&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;Es war eine intensive Woche, bis ich ihn in die Reha bringen konnte. Ich fuhr jeden Tag zu ihm, 180 Kilometer einfach. Der Sozialdienst drückte mir bei der Entlassung zwei Flyer in die Hand. Mehr nicht. Es war klar: Nach Hause konnte er nicht. Zu Hause wartete niemand auf ihn. Er lebte in Scheidung von seiner zweiten Frau. Also kam er wieder zu uns.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Von da an gehörten Rollator, Training und Organisation zu unserem Alltag. Täglich ein bisschen mehr Beweglichkeit, ein bisschen mehr Würde, ein bisschen mehr Lebensqualität. Dann die adjuvante Chemotherapie. Und erstaunlicherweise machte er Fortschritte. Für eine kurze Zeit gewann er wirklich etwas Lebensqualität zurück. Er war stolz darauf. Er sagte zu seinen Freunden, ohne seinen Sohn würde er nicht mehr leben. Dabei war es nicht nur meine Leistung. Es war gemeinsame Kraft. Und zugleich forderte diese Zeit alles von mir.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Ic&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;h ging an Grenzen, die ich damals kaum benennen konnte. Mein Geschäft litt. Meine Kinder mussten zurückstecken. Meine Ehe auch. Und trotzdem bereue ich nichts. Denn diese Zeit mit meinem Vater war intensiv, nah und ehrlich. Sie war schmerzhaft und kostbar zugleich.&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Später klagte er über Rückenbeschwerden. Es waren keine orthopädischen Probleme, sondern Skelettmetastasen. Auch Lunge und Gehirn waren betroffen. Trotzdem durfte er noch drei Monate zu Hause verbringen. Das bedeutete: Putzen, Wäsche, Essen, alles organisieren. Ich verbrachte viel Zeit mit ihm. Auch meine Kinder schenkten ihm schöne Momente. Irgendwann kam abends jedoch der Anruf: „Ich komme nicht mehr hoch.“&lt;br&gt;&lt;br&gt;&lt;/span&gt;&lt;span style="background-color: transparent;"&gt;Ich brach durch die Terrassentür ein, holte den Notarzt. Sein Zustand war so kritisch, dass er zunächst nicht transportiert werden konnte. Dann kam er direkt in die Palliativversorgung. Und doch war er auf eine stille, eigene Weise dankbar und zufrieden. Vielleicht, weil er spürte, dass wir ihn nicht allein gelassen hatten. Vielleicht, weil wir die Zeit miteinander nicht verschenkt hatten.&lt;/span&gt;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Und ich? Ich bin ebenfalls dankbar. Für diese intensive Zeit. Für das, was sie mich gelehrt hat. Für das, was sie mir genommen hat. Für das, was sie mir zurückgegeben hat.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Das ist meine ganz persönliche Geschichte. Und sie ist einer der Gründe, warum ich mich für terisa.life stark mache. Warum ich diese Gründung vorantreibe. Warum ich mich hier mit voller Überzeugung einbringe. Ich weiß, wie es ist, wenn man plötzlich verloren ist. Wenn niemand sagt, was als Nächstes zu tun ist. Und obwohl ich durch meine Zeit im Krankenhaus vorbereitet sein musste, obwohl ich als Bestatter Trauer und Abschied kannte und obwohl ich schon zuvor viel begleitet hatte; ich hätte mir damals Orientierung gewünscht. Unterstützung. Austausch. Einen klaren nächsten Schritt.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Genau das wollen wir mit terisa.life ein Stück weit möglich machen. Nicht alles lässt sich leichter machen. Aber manches lässt sich besser begleiten. Manches lässt sich verständlicher ordnen. Und manchmal reicht genau das, um in einer schweren Zeit nicht ganz den Halt zu verlieren.&lt;br&gt;&lt;br&gt;„Live bright and light.“ Vielleicht ist das genau der Anspruch: Dem Leben auch dann Würde und Leichtigkeit zu geben, wenn alles schwer wird. Und sei es nur für eine kurze Zeit.&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fwenn-pl%C3%B6tzlich-kein-stein-mehr-auf-dem-anderen-steht.-eine-sehr-pers%C3%B6nliche-geschichte&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Unser Weg</category>
      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 15:10:29 GMT</pubDate>
      <author>johannes@terisa.life (Johannes F. Woll)</author>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/wenn-pl%C3%B6tzlich-kein-stein-mehr-auf-dem-anderen-steht.-eine-sehr-pers%C3%B6nliche-geschichte</guid>
      <dc:date>2026-07-15T15:10:29Z</dc:date>
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    <item>
      <title>Gibt es die richtige Zeit? Zum Gründen? Zum Sorgen?</title>
      <link>https://terisa.life/terisa-blog/gibt-es-die-richtige-zeit-zum-gr%C3%BCnden-zum-sorgen</link>
      <description>&lt;div class="hs-featured-image-wrapper"&gt; 
 &lt;a href="https://terisa.life/terisa-blog/gibt-es-die-richtige-zeit-zum-gründen-zum-sorgen" title="" class="hs-featured-image-link"&gt; &lt;img src="https://terisa.life/hubfs/Gr%C3%BCndung%20Terisa%20Notartermin.jpg" alt="Gibt es die richtige Zeit? Zum Gründen? Zum Sorgen?" class="hs-featured-image" style="width:auto !important; max-width:50%; float:left; margin:0 15px 15px 0;"&gt; &lt;/a&gt; 
&lt;/div&gt; 
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Wann ist die richtige Zeit zum Gründen und wann die richtige Zeit, sich zu sorgen? Auf den ersten Blick mögen das gänzlich unterschiedliche Fragen sein. Für mich hängen sie jedoch eng zusammen: Auch wenn sich Gründen planen lässt, die Sorgen kommen meist ungefragt und treffen uns mitten im Alltag.&lt;/p&gt;</description>
      <content:encoded>&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;Wann ist die richtige Zeit zum Gründen und wann die richtige Zeit, sich zu sorgen? Auf den ersten Blick mögen das gänzlich unterschiedliche Fragen sein. Für mich hängen sie jedoch eng zusammen: Auch wenn sich Gründen planen lässt, die Sorgen kommen meist ungefragt und treffen uns mitten im Alltag.&lt;/p&gt;  
&lt;p&gt;Auslöser für diesen Text war ein Beitrag von Lisa Hipp, Co-Founderin von MAKE IT MATTER, die generationsübergreifend arbeitet. Sie schrieb über &lt;a href="https://www.linkedin.com/posts/lisa-hipp_selbstst%C3%A4ndigkeit-mit-40-plus-so-klappt-activity-7473626863773507584-eHUp"&gt;Gründen mit über 40: Risiko oder Unfair Advantage?&lt;/a&gt;&amp;nbsp;&lt;br&gt;Das hat mich nachdenken lassen. Mit 56 schaue ich auf mehrere Gründungen zurück: die erste mit 28, weitere mit 31, 37, 45, 50, zuletzt die &lt;a href="https://www.fastfrwrd.de"&gt;fastfrwrd GmbH&lt;/a&gt; mit 54 und nun die terisa GmbH. Wenn ich zurückblicke, stelle ich mir die Frage noch klarer: Wann ist der richtige Moment, um etwas Neues zu beginnen?&lt;br&gt;&lt;br&gt;Manche Gründungen entstehen aus innerem Drang: Man erkennt, dass Bestehendes schlecht funktioniert, und denkt: Das muss besser gehen. Früher hat mich genau dieses Gefühl oft getrieben. Und ja, ich war damals oft nicht ausreichend vorbereitet: Ich musste Erfahrungen sammeln, reifen und Abstand gewinnen, bevor sich aus einer Idee etwas Tragfähiges entwickeln ließ. Andere Vorhaben entstehen fast zufällig, wenn ein Mandat oder eine Aufgabe einen so tief einbindet, dass Lücken sichtbar werden. Und wir spontan entscheiden, dass wir das anders, besser, hilfreicher hinbekommen. &lt;br&gt;&lt;br&gt;Aus so einem Moment ist die Idee für terisa.life entstanden. Aus dem Dialog mit meinem Freund und Geschäftspartner Alexander Hummelt. Mit Neugier, aus Erfahrung und dem Wunsch, Dinge sinnvoll zu ordnen, etwas Nachhaltiges zu entwickeln. Etwas, was die Welt vielleicht ein klein wenig besser macht.&amp;nbsp;&lt;br&gt;&lt;br&gt;Kuratierung ist ein roter Faden in meinem Leben. Nach dem Zivildienst arbeitete ich als Pflegehelfer in einer urologischen Fachklinik. Ich kümmerte mich um kranke Menschen, begleitete sterbende Menschen. Während des Studiums durfte ich als Gastgeber in der Gastronomie Freude schenken, aber auch als Bestatter den letzten Weg begleiten. So war ich Dienstleister am Menschen in Lebensabschnitten und Situationen, die unterschiedlicher nicht sein können. All das verbindet sich zu einer Haltung: Es geht nicht allein um Prozesse, sondern um Würde, Präsenz und verlässliche Begleitung.&amp;nbsp;&lt;br&gt;Meine persönliche Geschichte – der Verlust meiner Mutter, die Sorge um Geschwister und Vater, das Leben bei der Großmutter bis zu ihrem Tode, die Unterstützung kinderloser Tanten über ihren Tod hinaus, die Betreuung und &amp;nbsp;Pflege meines Vaters während seiner Krankheit bis zu seinem letzten Atemzug – hat mir gezeigt, wie konkret Sorgearbeit ist. Sie bindet sich an Beziehungen, an Zeitpläne, an oftmals überforderte Familien. Angebote sind zwar zahlreich, aber selten so kuratiert, dass sie in solchen Momenten wirklich helfen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Beruflich habe ich über Jahre Menschen und Inhalte zusammengebracht: als Moderator, Veranstalter, Ambassador und Berater. Aus dieser Arbeit weiß ich, dass Verfügbarkeit allein nicht genügt. Erst die passende Einordnung macht aus Information echte Hilfe. Genau darum geht es bei terisa.life. Das soll nicht nur Plattform sein, nicht nur Inhalte vorhalten, nicht nur Produkte anbieten, es geht um eine Haltung. Die Haltung, Inhalte so zu ordnen, so aufzubereiten, so zu qualifizieren, dass Menschen in belastenden Situationen sofort wissen, was als Nächstes zu tun ist.&lt;br&gt;Und dennoch: Die richtige Zeit zum Sorgen gibt es nicht. Sorgen treten unvermittelt auf: durch einen Unfall, eine Diagnose, eine schrittweise Verschlechterung. Niemand ist darauf wirklich vorbereitet. Das ist die Dringlichkeit: Wir können Gründungen planen, wir können Strukturen bauen; wir können aber nicht den Moment kontrollieren, in dem Menschen Unterstützung brauchen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Mit diesem Blog wollen wir beides erzählen: Wie wir zur Gründung gekommen sind und wie sich terisa.life entwickelt. Wir schreiben darüber, was uns antreibt, welche Gespräche wir führen und welche Erfahrungen Betroffene und Angehörige mit uns teilen.&amp;nbsp;&lt;br&gt;Vor allem wollen wir ein kuratiertes Angebot schaffen. Von Menschen für Menschen.&lt;br&gt;&lt;br&gt;Wir freuen uns auf den Austausch: auf eure Erfahrungen, eure Kritik, eure Hinweise. Nur so kann aus einer Idee ein Angebot werden, das wirklich trägt.&lt;/p&gt; 
&lt;p&gt;&amp;nbsp;&lt;/p&gt;  
&lt;img src="https://track-eu1.hubspot.com/__ptq.gif?a=148657140&amp;amp;k=14&amp;amp;r=https%3A%2F%2Fterisa.life%2Fterisa-blog%2Fgibt-es-die-richtige-zeit-zum-gr%C3%BCnden-zum-sorgen&amp;amp;bu=https%253A%252F%252Fterisa.life%252Fterisa-blog&amp;amp;bvt=rss" alt="" width="1" height="1" style="min-height:1px!important;width:1px!important;border-width:0!important;margin-top:0!important;margin-bottom:0!important;margin-right:0!important;margin-left:0!important;padding-top:0!important;padding-bottom:0!important;padding-right:0!important;padding-left:0!important; "&gt;</content:encoded>
      <category>Unser Weg</category>
      <pubDate>Wed, 15 Jul 2026 15:10:26 GMT</pubDate>
      <author>johannes@terisa.life (Johannes F. Woll)</author>
      <guid>https://terisa.life/terisa-blog/gibt-es-die-richtige-zeit-zum-gr%C3%BCnden-zum-sorgen</guid>
      <dc:date>2026-07-15T15:10:26Z</dc:date>
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